Endlich Wetterwechsel in Toyko! Die letzten Tage war hier sehr viel Sonne (gut!), dafür war es aber auch ungemein schwül (schlecht!) heute war es den ganzen Tag am nieseln (schlecht!), dafür konnte ich aber endlich mal mehr als nur ein T-Shirt tragen und war nicht die ganze Zeit am dehydrieren (gut!). Das schlechte Wetter hat mich sowieso nicht so sehr gestört, da ich einen kleinen Museums-/Shoppingtag geplant hatte.
Mein erstes Ziel war das teamLabs Borderless, wo über eine sehr große und verwinkelte Fläche in verschiedenen Räumen digitale Kunst gezeigt wird. Oft ist das einfach eine Projektion an eine Wand, es gibt aber auch viele Räume, in denen es etwas umfangreichere Installationen gibt. Die Wandprojektionen sind ganz nett, werden aber auch sehr schnell langweilig. Hier gibt es pro Raum immer verschiedene Kunstwerke, die flüssig ineinander übergehen, sodass es sich definitiv lohnt länger in Räumen zu bleiben oder sie mehrmals zu besuchen.




Spannender fand ich hier die spezialisierten Räume. Hier durfte man zwar nichts anfassen und sogar als ich mich mal zu lange hingesetzt habe wurde ich „for your own safety“ aufgefordert wieder aufzustehen, dafür sieht man hier auch Dinge, die ich nicht zuhause mit einem Projector nachstellen kann.





Von dem Räumen gab es zwei, die ich besonders cool fand. Ein Raum bestand zum Beispiel aus einem Jungle an LED-Streifen und alle Wände sowie Boden und Decke waren reflektierend, was einen unglaublich coolen Effekt erzeugt. Wenn man in den richtigen Winkel geschaut hat har man wirklich nichts außer Lichtern gesehen.
Mein zweiter Lieblingsraum war zwar auch nur ein Projektionsraum, hier konnte man aber die Projektion ein bisschen mehr beeinflussen als sonst (in anderen Räumen reagiert die Projektion manchmal drauf, wo man hinläuft oder sich z.B. hinsetzt). Der Raum war eine Meeresszene, wo Besucher Fische aller Art (und sogar Korallen) malen durften. Diese wurden dann eingescannt und schwammen ab dann im Ozean mit.




Ich hatte direkt eine Idee, welches Tier den Ozean mitbevölkern sollte und hab mich auch mal künstlerisch betätigt:




Auch gibt es in dem Museum ein kleines Teehaus, was natürlich auch ein Lichtgimmik hat. Hier wächst aus dem Eis, dass man isst ein kleiner Baum und im Tee erscheinen Blumen. Das ganze ist ganz süß, jedoch hat mich die ganze Zeit die Frage beschäftigt wie mein Essen getrackt wird. Den ITler Teil meines Hirns kann ich leider auch in Japan nicht abschalten.

Nach dem teamLabs wollte ich eigentlich zum National Film Archive, das hat aber leider gerade geschlossen. Deswegen ging es dann zum Uniqlo (quasi japanisches H&M), wo ich ein paar T-Shirts gekauft habe. Die sind um ehrlich zu sein nicht mal unbedingt als Souvenir gedacht, sie waren einfach nur um einiges billiger als in Deutschland.
Nach dem Uniqlo war es Zeit für einen Mittagssnack. Ich hatte auf TikTok mal einen Sandwichshop in der Nähe gesehen, also bin ich da vorbeigelaufen. Nachdem ich 15 Minuten im Kreis gelaufen bin während mein Sandwich zubereitet wurde habe ich ihn dann in einer regengeschützen Stelle gegessen. Der Sandwich (wenn man das überhaupt so nennen darf) war super lecker, leider war aber auch die Portion lächerlich klein. Würde ich für den Preis nicht unbedingt empfehlen, aber im Nachhinein bist du ja immer schlauer.


Ich hatte noch ein paar Geschäfte zwischen Shibuya und Shinjuku auf meiner ToDo-Liste, also habe ich die als nächtes besucht. Der MoMA Design Store hat mich bis jetzt nie enttäuscht und auch hier in Tokyo ist er super. Hier gibt es einfach immer irgendwelche stylischen Dinge zu viel zu teueren Preisen, was für das windowshopping glaube ich das optimale Geschäft ist. Leider gab es nur sehr wenig Japan-Spezifische Dinge hier. Nach dem MoMA Store bin ich noch in das Untergeschoss der Kaufhauses gefahren, wo es ganz grausamme Dinge zu sehen gab:

Ein paar Meter weiter war auch noch ein Mugiwara Store, was ein Laden ist, der exklusiv Merch für One Piece verkauft. Hier gab es ein paar wirklich coole Statuen und auch ein paar coole Shirts, die aber so lächerlich teuer waren (ca. 55€ für ein T-Shirt), dass ich vorerst nichts gekauft habe.


Da ich noch ein bisschen Zeit vorm Abendessen rumbringen musst bin ich hiernach in einen benachbarten Park gegangen. Der war voller Statuen und Monumente, sodass es trotz des schlechten Wetters ein lustiger Ausflug war. Auch gab es natürlich wieder ein paar Kirschblüten und die sind einfach bei jedem Wetter toll.





Zum Abendessen gab es dann Soba. Hier hat man kalte Nudeln, welche man dann vor dem Verzehr in eine Suppe dippt. Dazu gab es für mich noch ein bisschen Ente und Reis mit einem sehr wilden Eikonstrukt, was aber super lecker war.

Nach dem Abendessen bin ich dann wieder zum Tokyo Metropolitan Government Building gefahren um mir die Godzilla Show anzuschauen. Da angekommen habe ich nochmal auf den Vorführungsplan geschaut und gemerkt, dass es sogar Godzilla Shows sind, weswegen ich natürlich auch bei zwei Vorführungen zuschauen musste. Die erste hat einfach die Godzilla Designs aus den wichtigsten Äras und deren Atomic Breath gezeigt, wirkte aber nicht unbedingt auf das Projektionformat zugeschnitten. Trotzdem war es cool all diese Designs mal in lebensechter Größe zu sehen. Ich hätte schon absolut keine Lust mit so einem großen Viech Stress anzufangen.


Das zweite Godzilla Video hat einen Angriff von ihm auf das Tokyo Metropolitan Government Building gezeigt und war deutlich besser an das Format angepasst. Ich muss aber trotzdem sagen, dass sich Godzilla nicht unbedingt für dieses Format eignet, da das Video ein bisschen zu statisch wirkte. Bereuen tue ich aber nichts, diese Lighshows sollten auf jeder Tokyo-Itenerary sein und ich finde es verrückt, dass ich bis gestern nichts von ihnen wusste.
Da es heute war mein (erster) letzte Tag in Tokyo habe ich im Hotel noch schnell meinen Koffer gepackt und direkt gemerkt, dass schon jetzt nicht alles in ihn reinpasst. Ich glaube spätestens in Osaka werde ich also in einen Souvenirkoffer inverstieren müssen.
Nach einer Woche Tokyo kann ich die Stadt auf jeden Fall empfehlen. Auch wenn ich gegen Mitte der Woche schon Angst hatte, dass mir das Programm ausgeht habe ich meinen zweiten Besuch hier schon so vollgeplant, dass tausende Dinge ungetan bleiben werden. Aber es nur weil es ein once in a lifetime trip ist heißt es ja nicht, dass man ihn nicht mehrmals machen kann. Morgen melde ich mich aber erstmal aus Kyoto wieder, bis dann!
P.S.: Ich weiß wieder nicht wie weitläufig die Referenz im Titel so ist, gemeint ist damit das hier.
Schreibe einen Kommentar