Jonas hat mich darum gebeten, euch folgenden Servicehinweis zu geben: Dieser Blog ist jetzt im 21. Jahrhundert angekommen und wenn ihr euch nicht zu doof anstellt, könnt ihr Bilder mit einem Klick drauf etwas vergrößern. In dem Sinne…
Mein erster Programmpunkt heute hieß Glypoteteket. Lächerlicher Name, großartiges Museum. Im Grunde genommen haben sie da einfach viele römische, griechische, ägyptische, französische und dänische Skulpturen in sehr große Räume gepackt. Aber sie haben es halt ziemlich gut hinbekommen. Und einen Garten in die Mitte des Gebäudes gesetzt, weil man das in Dänemark einfach so macht.
Schnell fiel auf: Den meisten römischen und griechischen Statuen ging es nasen- und penistechnisch nicht mehr so gut. Scheinen die beiden Dinge zu sein, die am meisten abbrechen. Aber es gab natürlich auch eine Menge fehlender Arme, Beine und Hinterköpfe.


Den besten Teil der Ausstellung, nämlich die nationalen Bildhauer, habe ich mir für den Schluss aufgespart. Mal ehrlich: War uns das Statuen-Game der Dänen bekannt? Mir nämlich nicht. Und weil an dieser Stelle Bilder wirklich mehr sagen können als Worte, lasse ich euch jetzt kurz mit meinen Fotos alleine.









Hoffe, ihr habt euch wieder gefangen.
Weiter ging es zum Rundetårn, ein Kirchturm mit Aussichtsplattform und einer süßen Kosmos-Ausstellung. Für schlappe 30 DKK (4 Euro) ist das quasi geschenkt, selbst bei grauem Himmel. Für die einzige enge Treppe oben haben sie sich im Rundetårn ein Ampelsystem ausgedacht, bei dem man jeweils eine Minute lang entweder hoch- oder runtergehen darf. So etwas wäre im Kölner Dom oder in der Danziger Marienkirche auch mal angebracht gewesen.




Nach der üblichen Sightseeing-Masterarbeit-Aufteilung haben Laura und ich uns in Nyhavn wiedergetroffen. Dort gibt es die Straße mit den bunten Häusern und den vielen Booten, die man wahrscheinlich als erstes mit Kopenhagen assoziiert. Beschaulich ist das allemal, aber sehr voll. Wir sind auch nicht lange geblieben, sondern nur mit einem kleinen ÖPNV-Boot zum Opernhaus (genauer gesagt: einem Café neben dem Opernhaus) schräg gegenüber fahren. Das Café ist ein kleiner Indoor-Garten, weil was auch sonst.



Weil ich heute nicht sehr gut darin war, mich mit ausreichend Essen zu versorgen, gab es dann direkt nach Kaffee und Kuchen noch Gyros mit Halloumi. War geil. Zurück zur Wohnung gelaufen sind wir über lustige Stege-Wege, wo man Leute sehr einfach ins Wasser schubsen könnte, wenn man denn wollte. Außerdem konnte ich mit Christiansborg das Schloss-Trio der dänischen Königsfamilie vervollständigen.


Kurz Einkaufen, kurz Pause. Ich habe noch einen Hoptimist für meinen Schreibtisch erstanden, weil ich den von Laura die ganze Woche schon belästige (hier ein Link für all die Verwirrten unter euch: https://www.hoptimist.com/dk/). Zum Abendessen waren drei von Lauras Freunden da. Praktischerweise hat eine davon Unmengen an französischen Premium-Lebensmitteln von ihrer Mutter bekommen, als sie das letzte Mal zuhause war. Wir hatten also ein kleines Festessen.
Jetzt ist mein Koffer gepackt, der Wecker gestellt und meine Zeit in Kopenhagen schon fast wieder vorbei. Ich nehme ganz viele Eindrücke und einige Souvenirs mit zurück. Ach, und vielleicht auch einen kleinen Sonnenbrand.
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