Heute bin ich in der Früh erstmal meine Koffer in einem Coinlocker losgeworden und habe mich dann aufgemacht einen letzten (halben) Tag in Kyoto zu verbringen. Da ich vor den Main-Event noch ein bisschen Zeit hatte habe ich kurz den Tō-ji Tempel besucht. Ich erwähnte ja hier schon mal, dass ich der größte Pagoden-Fan der Welt bin und in diesem Tempel steht die größte Japans, weswegen das schon Pflichprogramm war.
Der Tempelgarten war ganz schön, aber auch relativ klein. Da ich echt kein Interesse mehr an dem Innenleben von Tempeln hatte, bin ich einfach ein bisschen durch den Garten gelaufen, habe ein paar Fotos gemacht und war nach 30 Minuten schon wieder auf dem Weg zum nächsten Programmpunkt.



Das Highlight, was ich hier gestern angeteased hatte, war das Kyoto Railway Museum, wo ich pünktlich zur Öffnung um 10 Uhr war. Hier gibt es alles was das Zugfan-Herz glücklich macht, also vor allem ganz viele Züge. Man kann hier ca. 40 Lokomotiven sehen, besonders cool sind aber die drei Shinkansen-Lokomotiven aus verschiedenen Generationen, die sie da haben. In manche von diesen konnte man auch reingehen, was ganz schön war. Generell ist das hier auch alles sehr interaktiv, was mir immer gefällt. Am meisten hat sich das in super vielen Knöpfen, die man drücken durfte, ausgeprägt. Zum Beispiel durfte man mal den Notfallknopf an einem Bahnübergang drücken, einen Zug mit seiner Stromversorgung verbinden oder Züge in einer großen Modellbahn steuern. Ich bin hier fast durchgängig mit einem richtigen dummen Lächeln durchgelaufen, es war großartig.










Das Interaktivste war aber definitiv der Shinkansen-Simulator, für welchen ich mir gestern noch ein Ticket erkämpft habe. Hier war man angeblich in den gleichen Simulationen, in der auch echte Zugfahrer:innen den Shinkansen zu fahren lernen und musste den Zug in verschiedenen Situationen passend beschleunigen oder richtig in einem Bahnhof anhalten. Ich war da unglaublich schlecht drin, ich glaube ein Zugfahrer wird aus mir nicht mehr.


Neben der normalen Ausstellung gab es auch noch eine Sonderausstellung zu Thomas The Tank Engine. Ich hab da nicht so viel draus gewonnen, aber immerhin hatten die Kinder um mich herum Spaß. Irgendwann bin ich dann noch zu einer kleinen Show gegangen in der verschiedenste Züge in einer großen Modellbahnlandschaft rumgefahren sind. Das war ganz süß, aber größtenteils auch einfach nur Propaganda dafür, dass die kleinen Kinder über einen Job bei der Bahn nachdenken sollten.





Kurz bevor ich gegangen bin bin ich noch in einem Zug mit Dampflok gefahren. Das war relativ unspannend, aber auch sehr kurzweilig, sodass es nicht wirklich gestört hat. Der Museumsshop hatte auch ein paar coole Dinge da, sodass ich komplett glücklich aus dem Museum gegangen bin. Wirklich ein Highlight für groß und klein (zumindest wenn man ÖPNV mag).




Bevor es nach Osaka ging habe ich noch ein kleines Mittagessen in einem McDonald’s eingeschoben, welches meiner Meinung nach schlechter als deutsches McDonald’s war. Auf der Reise nach Osaka habe ich dann den fatalen Fehler gemacht nicht den „Special Rapid“ sondern nur den „Rapid“-Zug zu nehmen, was aber bis darauf, dass ich für ein paar Minuten unglaublich verwirrt war nicht wirklich viel verändert hat. Pünktlich um vier habe ich dann eingecheckt und kurz relaxed.



Zu Abend gab es dann ganz leckere Ramen in einem Laden der leider nur grausame Remixes gespielt hat. Auf dem Rückweg zum Hotel bin ich dann noch spontan auf einen Aussichtsturm in der Nähe meines Hotels gegangen, was rückblickend ein fataler Fehler war. Von den Aussichtsplattformen, die ich bis jetzt besucht hatte, war ich es gewohnt innerhalb von zehn bis 15 Minuten oben zu sein was mir ermöglicht hätte einen echt schönen Sonnenuntergang zu sehen. Hier hat es 55 Minuten gedauert, bis ich oben war. Da war die Aussicht ganz gut, aber durch die absurde Innenbeleuchtung ein wenig ruiniert. Gottseidank hatte ich noch das „outside observatory“ dazugebucht, wo die Sicht nur von ein bisschen spärlich verteiltem Draht versperrt war. Ein wenig kalt war es da, dafür konnte man aber auch ganz schöne Fotos machen. Die Sicht von hier ist aber bei weitem nicht so spektakulär wie vom Skytree, sodass ich mich nach 15 Minuten wieder auf den Weg nach unten gemacht habe. Nach 1,5 Stunden war dieses kurze Zwischenabenteuer dann wieder vorbei, den Turm werde ich nicht nochmal aufsuchen.











Schreibe einen Kommentar